e-Learning

E-Learning – „Die ICF-basierte Bedarfsermittlung in der Eingliederungshilfe“ 

E-Learning bezeichnet Lernprozesse, welche durch digitale Medien oder Werkzeuge unterstützt werden. Die besondere Form des Computer-Based Trainings (CBT) beinhaltet Lernprogramme, die von den Lernenden zeitlich und räumlich flexibel genutzt werden können. Diese sind so konzipiert, dass sie auch ohne einen direkten Kontakt zu einem Referenten eigenständig bearbeitet werden können.

Bild eines Videoausschnitts. Ein männlicher Referent mit Brille und schwarzem Hemd steht im Vordergrund. Im Hintergrund ist ein Konferenzraum mit einem Runden Tisch und 5 Stühlen zu erkennen. Links im Bild werden die Stichpunkte "Funktionsfähigkeit", "Behinderung", und "Gesundheit" eingeblendet

Die Vorteile:

  •  Selbstgesteuerter Lernprozess: flexibles Lernen in individuell passenden Zeitblöcken.
  • Lernen im eigenen Lerntempo und die individuelle Möglichkeit der Wiederholung.
  •  Selbsttests fördern die Aufmerksamkeit und halten den Lernerfolg fest.
  • Standardisierte Informationsvermittlung an alle Teilnehmenden.
  • Weniger Präsenztermine für die Teilnehmenden – weniger gleichzeitige Bindung einer relevanten Anzahl von Mitarbeitenden – weniger Organisationsaufwand.

Das E-Learning richtet sich insbesondere an Organisationen die Ihre Mitarbeitenden einheitlich und auf einem hohen qualitativen Niveau weiterbilden möchten. transfer hat in Zusammenarbeit mit der für ihr E-Learning preisgekrönten Pink University GmbH ein Lernprogramm rund um die ICF-basierte Bedarfsermittlung in der Eingliederungshilfe entwickelt.
Im Rahmen eines strukturierten, computergestützten Lernprogramms können sich die Teilnehmenden zu individuell passenden Zeiten und in ihrem Tempo grundlegende Inhalte rund um das SGB IX, die ICF und die Zielentwicklung im Rahmen der personenzentrierten Bedarfsermittlung aneignen.
Durch den modularen Aufbau des E-Learnings, bestehend aus einem Lehrvideo, animierten Erklärfilmen sowie passenden Lern- und Reflexionsaufgaben, wird eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den Themen gefördert.

 

Konzept, Inhalte und Umsetzung

Das E-Learning „Die ICF-basierte Bedarfsermittlung in der Eingliederungshilfe“ beinhaltet drei Module, welche wiederum aus einzelnen Themenblöcken bestehen.
Die Inhalte werden über Lehrvideos vermittelt und durch animierte Erklärfilme ergänzt. Jeder Themenblock schließt mit einer individuellen Lern- und/oder Reflexionsaufgaben ab, um das vermittelte Wissen zu festigen.
Die einzelnen Themenblöcke haben eine Laufdauer zwischen etwa 02:00 und 20:00 Minuten (zzgl. Lern-/Reflexionsaufgaben). Für die Gesamtdauer des E-Learnings benötigen die Teilnehmenden etwa 7,5 Stunden.

Lernziele
Modul 1: Sozialrecht (Video-Laufzeit ca. 30 Minuten zzgl. ca. 80 min Übungs- und Reflektionsaufgaben sowie vertiefende Texte)

1. Themenblock: Der gesetzlicher Kontext

  • Die Teilnehmenden können die Entstehung des Bundesteilhabegesetzes anhand vier zentraler Entwicklungsstränge einordnen.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, die Grundsätze der „neuen“ Eingliederungshilfe zu benennen (Stärkung von Selbstbestimmung, Annäherung der Lebensbedingungen, verbesserte Steuerung und Wirkungskontrolle).
  • Die Teilnehmenden kennen den neuen Behinderungsbegriff nach § 2 SGB IX.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage die fünf Leistungsgruppen des SGB IX zu benennen. Sie identifizieren den Träger der Eingliederungshilfe als einen der sieben Rehabilitationsträgern.
  • Sie können das Leistungsrecht der Eingliederungshilfe innerhalb des SGB IX verorten.

2.Themenblock: Die Eingliederungshilfe

  • Die Teilnehmenden begreifen die Herauslösung der Eingliederungshilfe aus dem SGB XII als Systemwechsel.
    Die Teilnehmenden können das Ziel und die Aufgaben der Leistungen der Eingliederungshilfe benennen.
    Die Teilnehmenden wissen, dass nicht alle Menschen mit Behinderung einen Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe haben.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, die Leistungsgruppen der Eingliederungshilfe zu benennen und Vorrang-Nachrang-Grundsatz zu erläutern.
  • Die Teilnehmenden können Leistungen zur Sozialen Teilhabe benennen.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, Kriterien der Personenzentrierung in der Leistungserbringung zu benennen.
  • Die Teilnehmenden haben sich mit Fragen der Angemessenheit von Wünschen auseinandergesetzt.
  • Die Teilnehmenden begreifen das Gesamtplanverfahren als zentrales, dialogisches Verfahren der Eingliederungshilfe.
  • Sie kennen die Rechte der antragstellenden/leistungsberechtigten Person innerhalb des Verfahrens.
Modul 2: Die ICF (Video-Laufzeit ca. 30 Minuten zzgl. ca. 2h 45 Übungs- und Reflektionsaufgaben)

1. Themenblock Hintergrundwissen

  • Die Teilnehmenden begreifen Behinderung als ein Ergebnis mehrerer Faktoren und deren Wechselwirkungen.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, die Funktion der ICF zu benennen.
  • Die Teilnehmenden setzen das Verständnis von Behinderung der ICF mit dem des SGB IX in Beziehung.

2.Themenblock: Das Bio-Psycho-Soziale Modell der ICF

  • Die Teilnehmenden können die Komponenten der ICF im bio-psycho-sozialen Modell identifizieren und erläutern.
  • Die Teilnehmenden können Sachverhalte den Konzepten der Leistung bzw. der Leistungsfähigkeit zuordnen.
  • Die Teilnehmenden können ein mögliches Problem in einer Situation anhand der Beurteilungsfragen der ICF nachvollziehbar beschreiben.
  • Die Teilnehmenden können Beispiele für Körperfunktionen und -strukturen benennen und diese Komponenten dem medizinischen Bereich zuordnen.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, Umweltfaktoren als förderlich oder hinderlich für eine Person zu identifizieren.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage mögliche personenbezogene Faktoren zu benennen.

3.Themenblock: Die Struktur der ICF

  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, die Struktur der ICF zu beschreiben.
  • Die Teilnehmenden können anhand der Codes einzelne Items in der ICF finden.
Modul 3: Die Bedarfsermittlung (Video-Laufzeit ca. 30 Minuten zzgl. ca. 2h Übungs- und Reflektionsaufgaben sowie vertiefende Texte)

1.Themenblock: Grundlagen der Bedarfsermittlung

    • Die Teilnehmenden verstehen die Bedeutung der Bedarfsermittlung.
    • Die Teilnehmenden identifizieren die zentrale Funktion der Instrumente und Prozesse der Bedarfsermittlung.
    • Die Teilnehmenden kennen die Definition von individuellem Hilfebedarf.
    • Die Teilnehmenden beschreiben mögliche an der Bedarfsermittlung beteiligte Personen und deren Funktion.
    • Die Teilnehmenden ordnen die Lebensbereiche der ICF in die Regelungen des § 118 SGB IX ein.
    • Die Teilnehmenden haben sich mit der Situation der betroffenen Person in Bezug auf eine Bedarfsermittlung auseinandergesetzt.

2.Themenblock: Der Prozess der Bedarfsermittlung

    • Die Teilnehmenden erläutern zentrale Fragestellungen und Aspekte zur Vorbereitung einer Bedarfsermittlung.
    • Die Teilnehmenden begründen die Funktion der Leitziele einer betroffenen Person und entwickeln eine Vorstellung davon, wie diese ermittelt werden können.
    • Die Teilnehmenden verknüpfen die Komponenten des bio-psycho-sozialen Modells mit den Lebensvorstellungen der betroffenen Person.
    • Die Teilnehmenden unterscheiden Leitziele und konkrete Teilhabeziele in ihrer jeweiligen Funktion.
    • Die Teilnehmenden entwickeln konkrete Teilhabeziele auf Basis der vorgenommenen Analyse.
    • Die Teilnehmenden entwickeln eine konkrete Vorstellung über einen möglichen Ablauf einer Bedarfsermittlung.
Zielgruppe

Das Lernprogramm richtet sich an Mitarbeitende von Leistungserbringern und Leistungsträgern der Eingliederungshilfe, die direkt oder indirekt an der Bedarfsermittlung für und mit Menschen mit Behinderungen beteiligt sind.

Zertifikat

Teilnehmende, die das E-Learning erfolgreich absolviert haben, erhalten das Zertifikat „Die ICF-basierte Bedarfsermittlung in der Eingliederungshilfe“.

Preise

Das E-Learning „Die ICF-basierte Bedarfsermittlung in der Eingliederungshilfe“ beinhaltet ein Lizenzmodell. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der benötigten Lizenzen.

Technik

Die Inhalte werden den Teilnehmenden über ein Lern-Management-System (LMS) zur Verfügung gestellt. Jede*r Teilnehmende erhält einen personalisierten Zugang.
Der Stand des Lernens sowie die Ergebnisse der Selbsttests werden über das LMS evaluiert.
Die Bearbeitung der Inhalte kann an jedem internetfähigen Endgerät mit Lautsprechern durchgeführt werden.

Einbindung in ein Blended-Learning-Konzept

Blended-Learning bezeichnet eine sinnvolle Kopplung unterschiedlicher Lernarten, in den meisten Fällen eine Kopplung zwischen digitalem Lernen und Präsenzveranstaltungen, zwischen asynchronem (Selbst-) Lernen und synchroner Auseinandersetzung mit anderen Teilnehmenden und Referenten vor Ort bzw. in digitalen Lernräumen (bspw. vitero und/oder zoom).
Das hier dargestellte E-Learning „Die ICF-basierte Bedarfsermittlung in der Eingliederungshilfe“ steht für sich selbst.
Gleichzeitig bieten sich vielfache Möglichkeiten, die vermittelten Inhalte durch eine sinnvolle Einbindung in weitere Formate in der praktischen Anwendung zu vertiefen und weiterzuentwickeln.

Sie haben Interesse oder weitere Fragen? Sprechen Sie uns gerne an!

Gerne können Sie sich auch über folgenden Link für eine einstündige, kostenlose Vorstellung anmelden.
https://www.transfer-net.de/events/vorstellung-e-learning-die-icf-basierte-bedarfsermittlung-in-der-eingliederungshilfe-2/

Stand 27. Juli 2021

Eva Maria Keßler – Leitung Fort- und Weiterbildung
Tom Ebertz – Projektassistenz E-Learning
e-learning@transfer-net.de
  0 65 71 – 17 409 12; 0 65 71 – 174 09 20

 

Alle Informationen erhalten Sie hier auch als Download:

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